Materialkunde

Pflanzlich gegerbtes Leder

Bereits seit über 5000 Jahren bedient sich der Mensch der pflanzlichen Gerbung von Gegenständen aller Arten, die aus Leder bestehen. So finden sich Verzierungen aus gegerbtem Leder auf einem Sarkophag, der aus der Zeit um 4000 vor Christi Geburt datiert. Allerdings werden aktuell nur noch 10 Prozent aller Gegenstände aus Leder auf diese Art gegerbt. Somit sind die hier angeboten Produkte etwas ganz Besonderes, das die alte Tradition der pflanzlichen Gerbung wieder aufleben lässt. Diese Methode kann als traditionell und bewährt bezeichnet werden, und dies aus mehreren Gründen. Für diese Form der Gerbung werden mehrere Bezeichnungen genutzt, wie lohgegerbtes oder altgegerbtes Leder. Eichenrinde oder Tara Schoten bzw. Rhabarberwurzeln werden für diese Form der Gerbung genutzt. Die für die Gerbung verwendeten Pflanzen müssen in der Regel Jahrzehnte lang gewachsen sein, um den Wirkstoff Tannin in ausreichender Menge aufzuweisen. Wesentlich ist bei dieser Form der Gerbung, dass nur natürliche, also keine chemischen Stoffe an die aus Leder bestehenden Stücke gelangen. Dies führt zum einen zu einem sehr natürlichen wirkenden Farbton der Werkstücke und zu einer sehr weichen Konsistenz derselben, aber auch dazu, dass die Umwelt durch die Vermeidung von die Gewässer und die Luft verunreinigenden Stoffen geschont wird. Dies ist ein Aspekt, der bei der Herstellung aller in diesem Shop verfügbaren Produkte aus Leder als besonders wichtig erachtet wird. Der Vorgang der pflanzlichen Gerbung basiert auf der Tatsache, dass in den genannten Pflanzen und anderen Pflanzen der Schutzstoff Tannin vorhanden ist. Dieser Stoff ist sozusagen verantwortlich für die guten Färbeeigenschaften bzw. das Leder weich machenden Eigenschaften der pflanzlichen Stoffe. Der Vorgang der Gerbung als solcher ist sehr Zeit aufwändig. Gute 12 Monate muss ein Werkstück "in der Grube" lagern, um die Gerbstoffe vollständig anzunehmen. Das Resultat ist aber ein Produkt, das dem Nutzer das gute Gefühl gibt, ohne chemische und damit die Umwelt schädigende Stoffe aus zu kommen. Zudem überzeugt Sie die weiche, angenehme Konsistenz der Produkte. Diese Form der Gerbung ist als sowohl natürlich als auch schonend - Sie werden den Unterschied zu anderen Stücken aus Leder spüren.

Seide

Seide ist ebenfalls ein seit Jahrtausenden verwendetes Material, das der Geschichte zufolge durch die Frau des chinesischen Kaisers Huang Di entdeckt wurde. Somit erhalten Sie mit den aus Seide bestehenden Kleidungsstücken, die Sie hier finden können, auch ein Stück "textiler Geschichte". Von China aus nahm das Material im Zuge der Seidenstraße seinen Weg über Indien und Persien und war auch im Rest Asiens weit verbreitet. Seit dem 13. Jahrhundert hat die Seide ein wenig das Image des Teuren verloren und hielt Einzug in Europa und in der hiesigen Bekleidungsindustrie. Frankreich und Italien waren lange Zeit die Hauptproduzenten, aber aktuell wird Seide vor allen Dingen in Indien, Brasilien und Thailand für den Weltmarkt hergestellt. 

Die guten Eigenschaften der Seide sind vielfältig. So führt die geringe Dichte des Materials dazu, dass die Seide sehr leicht und angenehm auf der Haut ist. Ferner isoliert Seide sehr gut und sorgt somit für einen guten Klimaaustausch. Sie hält warm und kühlt die Haut - je nach den jeweiligen Erfordernissen. Ferner nimmt Seide sehr gut die Farbe an. Sie werden dies an den ausdrucksvollen Farben der hier gezeigten Kleidungsstücke gut erkennen können.

Shantung Seide

Shantung Seide, auch Tussahseide oder wilde Seide genannt, wurde ursprünglich in der chinesischen Provinz Shantung hergestellt. Bei dieser speziellen Form der Seide fällt vor allen Dingen der Glanz auf, der leicht changierend wirkt und für schöne Effekte sorgt. Trotz des feinen Aussehens ist die Shantung Seide auch sehr haltbar und hält die Form sehr gut.

Leinen 

Leinen ist als Material sehr traditionell und gehört zu den vorindustriell bereits stark genutzten Stoffen, die von den "Leinewebern" in Handarbeit hergestellt wurden. Ihren Ursprung hatte die Herstellung von Leinen bei den Römern bzw. Griechen der Antike, die den etwas gröberen Stoff zu vielen Kleidungsstücken und Decken etc. verarbeiteten. Leinen spielte vor dem Import von Baumwolle in großem Stil eine bedeutende Rolle in Europa und war die Grundlage für Roben, Hosen und ähnliche Kleidungsstücke. Leinen hat zum Einen die Eigenschaft, Schmutz und sogar Bakterien von selbst fern zu halten, diese Perlen, wenn man so will, von der Struktur der Stücke ab. Zum Anderen ist Leinen aber auch in sich sehr fest und kann zu allen möglichen Dingen verarbeitet werden, die ihre Form gut halten müssen und großen "Strapazen" ausgesetzt sind. Das Gewebe kapselt die Luft nicht ein, es ist also in sich geschlossen. Es bilden sich auf der Oberfläche so gut wie keine Fusseln. Das deutlich erkennbare Glatte des Materials macht es sehr attraktiv für die Bekleidungsbranche, aber auch die Trageeigenschaften, die als "kühlend" zu bezeichnen sind, machen Leinen zu einem beliebten und edlen Naturmaterial. Die hier präsentierten Kleidungsstücke zeigen Ihnen, was Leinen auszeichnet, und Sie werden dieses Material im Winter wie im Sommer sehr zu schätzen wissen. Sollten Sie zu allergischen Reaktionen neigen, ist das Naturmaterial Leinen besonders günstig für Sie. 

Baumwolle

Bereits vor 7000 Jahren wurde die Baumwolle als Material für allerhand Dinge genutzt. So fand man Kleidungsstücke aus Baumwolle in einer Höhle in Mexiko und konnte so auch die gute Haltbarkeit des Materials dokumentieren. Es wird sogar davon ausgegangen, dass vor dieser erkennbaren Nutzung von Baumwolle das Material in Ländern wie Indien oder China schon seit Längerem eingesetzt wurde. Lange Zeit galten Stücke, die aus Baumwolle gefertigt wurden, als sehr wertvoll. Die Baumwolle wird aus den Samenhaaren der Pflanzen der Ossypium Familie gewonnen und weiter verarbeitet. Kleidungsstücke aus Baumwolle sind besonders für Allergiker ideal, denn sie verursachen weder eine Reizung noch ein Kratzen auf der Haut. Zudem sind Kleidungsstücke, die aus Baumwolle bestehen, sehr haltbar und leiern aufgrund der festen Struktur nicht so leicht aus. Im täglichen Tragen ist auch die Eigenschaft wichtig, dass Baumwolle den Schweiß sehr gut absorbiert. Die Kleidungsstücke, die hier gezeigt werden, sind also zu jeder Jahreszeit sehr angenehm zu tragen, Sie bleiben sozusagen frisch. Als reines und sehr leichtes Naturmaterial ist die Baumwolle nach wie vor sehr populär und wird hier zu schönen, modischen Dingen verarbeitet. 

Viskose

Das Material Viskose ist zu den erst seit jüngerer Zeit genutzten Materialien zu zählen. Die Viskose wurde von dem Textilfabrikanten Hugo Kuttner im Jahr 1910 in Sachsen entwickelt. Er nutzte dafür Cellulosefasern und verarbeitete sie zu Kleidungsstücken. Dem Material verlieh er den Namen Viskose und ließ den Namen patentieren. Diese Kunstfaser wird als Vorreiter vieler weiterer Kunstfasern angesehen. Die Nachahmung von in der Natur vorkommenden Materialien ist mit der Viskose als sehr gelungen zu bezeichnen. Die der Viskose zugrunde liegende Cellulose, auch Zellwolle genannt, wird aus Holz, Baumwolle oder auch Bambus gewonnen und ist sozusagen sehr stark an die Natur angelehnt. Die Viskose ähnelt der Baumwolle in ihrer Struktur und Oberfläche sehr und hat ergo auch viele ihrer guten Eigenschaften. Das Material ist weich und generell eher leicht. Die Viskose ist zudem knitterarm und fließt sehr weich. Sie ist atmungsaktiv und absorbiert den Schweiß sehr gut. Somit ist das Material Viskose perfekt für die Herstellung von Textilien, die Sie gerne im Sommer tragen. Einige davon sehen Sie in dieser Kollektion und können sich von den guten Eigenschaften dieses Materials leicht überzeugen.

Islandwolle

Die Islandwolle hat eine lange Tradition in der Wollgewinnung, wobei auch besonders darauf geachtet wird, dass die Islandschafe nicht mit anderen Rassen gekreuzt werden, so dass sich die spezifische Dichte des Produkts gut erhält. Seit gut 1000 Jahren wird so reine isländische Wolle hergestellt, sie ist damit ein echtes Traditionsprodukt, dessen gute Eigenschaften Sie überzeugen werden. Zu diesen guten Eigenschaften gehört vor allen Dingen die Leichtigkeit des Materials; sie liegt als Kleidungsstück sehr angenehm auf der Haut. Dabei wärmt diese Wolle aber ganz hervorragend und hüllt den Träger der Textilie wie in einen Kokon ein. Die Islandwolle stößt in einem natürlichen Prozess Wasser und andere Flüssigkeiten ab. Dies macht sie zum idealen Material für alle Kleidungstücke wie Mäntel oder Jacken, die der Witterung stark ausgesetzt sind. Trotz der guten Isolierung ist die Abgabe von Schweiß aber gewährleistet. Die Islandwolle ist ein reines Naturmaterial, das die Dichte des Fells der Islandschafe gut repräsentiert. Beim scheren Schafe werden, entsteht eine feste, weiche und extrem gut wärmende Wolle, die hier zu modischen Kleidungsstücken verarbeitet wird, die Sie an kalten Tagen bestens beschützen.
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